Haare färben mit Henna – natürlich und schonend

Bereits im Altertum wurde natürliches Henna in Nord- und Ostafrika sowie in einigen asiatischen Ländern zur Behandlung verschiedener Krankheiten und zur Schönheitspflege genutzt. Haare färben mit Henna ist nicht neu. Schon die Frauen im Alten Orient kannten Henna zum Färben der Haare. Zu festlichen Anlässen sind Hennabemalungen der Haut auch heute noch in vielen orientalischen Ländern an der Tagesordnung.

Wünschst Du Dir eine andere Haarfarbe, ist Haare färben mit Henna eine gute Alternative zu chemischen Colorationen. Du solltest beim Kauf allerdings auf eine gute Qualität achten. Henna ist für die Haare gut verträglich. Henna Pulver ist in verschiedenen Farbnuancen verfügbar, wenn Deine Haare rot, braun oder schwarz färben möchtest.

Was ist Henna?

Henna ist eine natürliche Pflanzenfarbe, die aus den getrockneten Blättern des Hennastrauches gewonnen wird. Bereits bei den alten Ägyptern und Griechen war der Hennastrauch bekannt. Die ursprüngliche Heimat des Hennastrauches ist unbekannt.

Der Hennastrauch wächst in warmen Gebieten und benötigt viel Licht sowie einen trockenen Boden. Aus den Blüten werden auch heute noch duftende Öle zur Parfumherstellung gewonnen.

Die Blätter des Hennastrauches werden getrocknet und zu Henna Pulver zermahlen. Henna Pulver selbst färbt nicht. Möchtest Du Deine Haare färben mit Henna, musst Du das Pulver in Wasser anrühren.

Nicht nur zum Färben der Haare, sondern auch für kunstvolle Bemalungen an Händen und Füßen wird Henna Pulver verwendet. Frauen im Islam schmücken ihre Hände und Füße damit vor allem zu Hochzeiten.

Als Färbemittel wird Henna Pulver auch für tierische Fasern wie Seide oder Wolle verwendet.

Welche Henna Farben gibt es?

Die Palette an Henna Farben ist ziemlich breit gefächert. Du kannst Haare färben mit Henna nicht nur, wenn Du Lust auf braune Haare oder rote Haare hast. Auch graue Haare kannst Du damit färben.

Reines Henna verleiht Deinen Haaren eine rötliche Farbe. Du kannst aber verschiedene Nuancen wählen oder dem Henna durch verschiedene Zusätze selbst einen anderen Farbton geben.

Zitronensaft hebt den Rotton hervor, während Schwarzer Tee die Farbe dunkler erscheinen lässt. Rotwein vertieft das Rot und macht die Farbe etwas dunkler. Mit Kamillentee bekommt Dein Haar einen goldenen Glanz.

Gemahlener Kaffee, der dem Henna Pulver zugesetzt wird, macht die Haare braun. Gemahlener Kaffee und Zitronensaft, mit Henna Pulver gemischt, sorgen für ein leuchtendes Kastanienbraun.

Welche Farbe Deine Haare beim Färben mit Henna tatsächlich annehmen, hängt von Deiner natürlichen Haarfarbe ab. Auch die vorherige Behandlung der Haare kann den Farbton beeinflussen.

Es ist nicht möglich, die Haare mit Henna blond zu färben oder zu bleichen.

Es gibt auch verschiedene Mischfarben. Die Farbpalette reicht von Mittelblond bis Schwarz. Es handelt sich dabei aber nicht um reines Henna.

Haare färben mit Henna: Schritt für Schritt

Das Haare Färben mit Henna dauert länger als das Färben mit chemischer Farbe. Du brauchst

  • Henna Pulver
  • natürliches Geliermittel, beispielsweise Xanthan
  • Gummihandschuhe
  • hitzebeständige Schüssel
  • Holzlöffel
  • Pinsel zum Auftragen der Farbe
  • Klarsichtfolie
  • dunkles Handtuch.

Zusätzlich solltest Du etwas Balsam für die Haut verwenden, um Stirn, Schläfen und Ohren vor der Farbe zu schützen. Den Fußboden solltest Du mit alten Zeitungen abdecken. Es ist sinnvoll, alte Kleidung zu tragen, um keine Flecke in die Kleidung zu bekommen.

Um zu sehen, wie Dein Haar die Farbe annimmt, machst Du zu Beginn einen Strähnchentest. Die Farbe kann sich innerhalb von 24 Stunden noch verändern. Du behandelst nur eine dünne Strähne mit Henna und lässt die Farbe mindestens zwei Stunden lang einwirken. Anschließend wäschst Du die Farbe mit Shampoo aus.

Bist Du am nächsten Tag noch mit der Farbe zufrieden, kannst Du Deine Haare mit Henna färben.

Sind mindestens 40 Prozent Deiner Haare grau, solltest Du auch graue Haare beim Strähnchentest behandeln. Graue Haare wirken nach dem Haare färben mit Henna in helleren Tönen als die übrigen Haare. So kannst Du ein reizvolles, natürliches Ergebnis erzielen.

Und jetzt geht’s los!

Um das Henna Pulver anzurühren, gehst Du nach Packungsanleitung vor. Als Faustregel gilt, dass Du das Pulver in eine hitzebeständige Schüssel gibst und dann mit kochendem Wasser aufbrühst.

Die Paste sollte die Konsistenz von geschmolzener Schokolade haben. Mit dem Holzlöffel rührst Du mehrmals um. Die Paste darf keine Klümpchen haben. Um die Masse geschmeidig zu halten, rührst Du etwas Geliermittel ein.

Für eine optimale Farbwirkung lässt Du den Ansatz eine Weile stehen. Zwischendurch rührst Du immer wieder um. Den Ansatz lässt Du auf eine für Dich angenehme Temperatur abkühlen. In einem heißen Wasserbad hältst Du den Henna-Brei warm.

Nun bereitest Du alles vor. Du deckst den Fußboden mit alten Zeitungen ab, trägst Balsam auf Stirn, Schläfen und Ohren auf und ziehst alte Kleidung an. Deine Hände schützt Du mit Gummihandschuhen.

Mit dem Pinsel trägst Du Strähne für Strähne das angerührte Henna auf. Die Haarsträhnen musst Du auch von unten behandeln. Am besten beginnst Du am Hinterkopf und arbeitest Dich nur bis zur Stirn vor.

Möchtest Du die Haare nachfärben, da sie gewachsen sind, musst Du nur den Ansatz mit Henna behandeln.

Nachdem Du den Henna-Brei aufgetragen hast, wickelst Du Dir Klarsichtfolie um den Kopf. Zusätzlich wickelst Du ein Handtuch um den Kopf. Durch die Wärme kann die Farbe besser einwirken.

Du solltest mindestens zwei Stunden warten, bevor Du die Farbe auswäschst. Das Ergebnis wird umso intensiver, je länger Du die Farbe einwirken lässt.

Die Haare spülst Du gründlich mit klarem Wasser aus. Spüle so lange, bis das Wasser klar ist. Anschließend wäschst Du die Farbe mit einem silikonfreien Conditioner aus und spülst mit kaltem Wasser gründlich nach.

Die Haare trocknest Du am besten mit einem alten Handtuch, da noch etwas Farbe ins Handtuch gelangen könnte.

Erst am nächsten Tag wäschst Du die Haare mit Shampoo.

Haare mit Henna färben: Vor- und Nachteile

Färbst Du Dir die Haare mit Henna, ist das deutlich vorteilhafter als das Färben mit chemischen Mitteln. Das Haare Färben mit Henna hat jedoch auch einige Nachteile.

Das sind die Vorteile:

  • Als reine Pflanzenfarbe ist Henna gut verträglich und belastet die Haare nicht. Die Haarstruktur wird nicht angegriffen.
  • Anders als chemische Farbe schützt Henna das Haar vor äußeren Einflüssen. Henna hat einen natürlichen UV-Filter.
  • Henna ist eine richtige Färbung und keine Tönung. Die Farbe hält genauso lange wie chemische Farbe.
  • Das Haar bekommt mit Henna einen natürlichen, strahlenden Glanz.
  • Henna ist einfach anwendbar.
  • Henna ist völlig vegan, auch mit dem Geliermittel Xanthan.

Das sind die Nachteile:

  • Das Färben dauert mit Henna länger als mit chemischer Farbe.
  • Farbergebnis ist abhängig von der vorangegangenen Behandlung Deiner Haare und von Deiner natürlichen Haarfarbe.
  • Helles Blond ist nicht möglich, Farbpalette ist nicht so breit wie bei chemischen Farben.
  • Am Anfang können die Haare austrocknen.
  • Hast Du einmal die Haare mit Henna gefärbt, solltest Du nicht mit chemischen Mitteln nachfärben. Das kann zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen.

Henna Haare pflegen

Hast Du die Haare mit Henna gefärbt, benötigen sie die richtige Pflege. Die Haare könnten zu Beginn austrocknen. Gut geeignet ist eine Haarkur oder Haarmaske. Sie repariert die Haarstruktur und dringt in das Innere der Haare ein. Die Farbe bleibt erhalten.

Die Kur solltest Du zwei- bis dreimal pro Woche anwenden und einige Minuten einwirken lassen. Anschließend spülst Du sie gut aus.

Du kannst auch Olivenöl oder Arganöl als Haarkur verwenden. Am besten trägst Du es vor dem Zubettgehen auf und wickelst eine Klarsichtfolie sowie ein Handtuch um den Kopf. Über Nacht kann das Öl gut einwirken. Am nächsten Morgen wäschst Du es mit einem milden Shampoo aus.

Wichtige Tipps und Tricks

Zum Haare Färben mit Henna solltest Du nur hochwertige Produkte verwenden. Die Produkte sollten frei von chemischen Inhaltsstoffen wie Phenylendiaminen (PPD) sein, da sie die Haare schädigen und zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Du solltest die Haare nicht mit einem Shampoo waschen, das Silikone enthält. Die Haare nehmen das Henna dann nicht gut an.

Bei mehrmaligem Färben mit Henna kann sich die Haarfarbe verändern. Der Haaransatz kann heller als die übrigen Haare sein. Du solltest daher nur den Ansatz nachfärben. Das ist vor allem bei trockenen Spitzen sinnvoll.

Es gibt einige Mischfarben, die neben Henna auch Indigo enthalten. Sie dürfen nicht mit kochendem Wasser angerührt werden.

Abhängig von Deiner natürlichen Haarfarbe kannst Du beim Haare Färben mit Henna verschiedene Farbtöne erreichen:

  • graue Haare: Rotton
  • braune Haare: intensiver bis dunkler Rotton
  • blonde Haare: Orange bis Karottenrot

Häufige Fragen und Antworten zum Haare färben mit Henna

Wie färbe ich meine Haare mit Henna?

Um Deine Haare mit Henna zu färben, musst Du das Henna Pulver mit kochendem Wasser anrühren und alles gut verrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Du trägst den Henna-Brei oben und unten auf die Haarsträhnen mit dem Pinsel auf. Damit die Farbe einwirken kann, wickelst Du Klarsichtfolie und ein Handtuch um den Kopf.

Nach mindestens zwei Stunden spülst Du die Farbe mit warmem Wasser aus. Anschließend wäschst Du die Haare mit einem silikonfreien Conditioner und spülst mit Wasser nach. Erst am nächsten Tag verwendest Du ein Shampoo.

Haare mit Henna färben – Wie lange hält es?

Henna ist Farbe und keine Tönung. Es hält genauso lange wie chemische Farbe. Du solltest alle vier bis sechs Wochen den Ansatz nachfärben.

Ist das Färben der Haare mit Henna gesund?

Das Färben der Haare mit Henna ist gesund. Du solltest auf ein hochwertiges Produkt achten, das frei von chemischen Zusätzen ist. Henna schützt das Haar vor UV-Einstrahlung und äußeren Einflüssen. Es kann das Haar jedoch austrocknen, weshalb Du das Haar gut pflegen solltest.

Fazit

Henna ist ein natürliches Mittel zum Haare färben und greift die Haare nicht an. Das Haar nimmt eine rötliche Farbe an. Henna hält genauso lange wie chemische Farbe, doch ist es gesünder.

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