Septum Piercing stechen lassen

Das Septum Piercing gehört zu den Piercingarten, die in vielen Regionen der Welt mit einer langen Tradition verbunden sind, von den Mayas in Mittelamerika bis nach Afrika. Hierzulande und in der heutigen Zeit wird das Septum aus modischen Gründen getragen. Denn eines ist bei dem Piercing, das durch die Nasenscheidewand gestochen wird, ganz klar: Es ist auffällig.

Ein Septum Piercing muss daher mit der nötigen Attitude getragen werden, dann lassen sich damit eindrucksvolle Akzente setzen. Neben dem Piercing der Nasenflügel (Nostril Piercing), gehört das Septum Piercing zu den beliebtesten und gefragtesten Piercingvarianten.

Welche Septum Piercing Arten gibt es?

Frau mit Septum Ring

Frau mit Septum Ring

Ist die Wahl auf ein Septum Piercing gefallen, kannst Du Dich zwischen zwei Schmuckvarianten entscheiden: Stab und Ring. Ausschlaggebend ist hier natürlich vor allem Dein persönlicher Geschmack. Solltest Du Dir noch unsicher sein, was für Dich der passende Nasenschmuck ist, probiere Dich doch erst einmal an einem Fake-Septum-Piercing aus. So kannst Du schauen, was Dir besser gefällt und Dir besser steht.

Beim Schmuck gibt es auch eher dezentere Varianten ebenso wie sehr auffällige Stücke. Wählst Du einen Ring, gibt es neben dem Hufeisenring, an dem zwei Kugeln befestigt sind, auch noch die geschlossene Variante.

Wie wird ein Septum Piercing gestochen?

Beim Septum Piercing wird die Nasenscheidewand durchstochen. Es wird jedoch nur das dünne Häutchen durchstochen, das sich vor dem Knorpel befindet. Dies ist wichtig. Das Piercing sollte nicht durch den Knorpel gestochen werden. Gepierct wird nur das kleine Stück Gewebe, das sich unterhalb des Knorpels befindet. Daher ist hier sehr präzises Arbeiten erforderlich.

Der Piercer Deines Vertrauens wird Dir den Ablauf sicher noch einmal erklären und er wird auch überprüfen, ob bei Dir gegebenenfalls eine Verkrümmung der Nasenscheidewand vorliegt. In einem solchen Fall wird eher davon abgeraten, ein Septum Piercing stechen zu lassen.

Der Besuch beim Piercer

Es ist in jedem Fall ratsam, sich sein Septum Piercing von einem erfahrenen Piercer in einem professionellen Tattoo- oder Piercing-Studio stechen zu lassen. Nicht nur, dass hier unter hygienischen Bedingungen gearbeitet und somit das Entzündungsrisiko gesenkt wird, nur ein erfahrener Piercer kann auch wirklich präzise arbeiten und die Piercingnadel genau führen. Als Hilfsmittel wird hierzu eine sogenannte Septum Klemmzange verwendet, an deren dünnem Ende ein zylindrisch geformtes Führungsstück angebracht ist.

Durch dieses wird die Nadel geführt, damit wirklich präzise und genau durch das Septum gestochen werden kann. Wie auch beispielsweise bei dem Nostril Nasenpiercing üblich, wird auch beim Septum Piercing meist noch ein Receiving Tube, eine Art Schutzröhre, eingesetzt. Mit dieser wird beim Durchstechen der Hautpartie Gegendruck ausgeübt, was dem Schutz der umliegenden Gewebepartien dient. Nach dem eigentlichen Stechen kann dann der Erstschmuck eingesetzt werden. Dieser kann dann nach dem Abheilen im Piercing-Studio gegen Deinen Wunsch-Schmuck ausgetauscht werden.

Wie groß sind die Schmerzen?

Das Septum ist ein durchaus empfindlicher Bereich der Nase. In der Nasenscheidewand laufen sehr viele Nerven zusammen. Wer sich ein Septum Piercing stechen lassen möchte, kann daher damit rechnen, dass es etwas schmerzhaft wird. Je dicker die Nasenscheidewand, umso schwerer ist auch das Setzen des Stiches.

Lass Dich aber nicht von etwaigen Horrorgeschichten allzu stark beeinflussen – das Stechen einer Wunde (und nichts anderes ist ein Piercing) ist natürlich schmerzhaft, aber letztlich kommt es immer auch auf das individuelle Schmerzempfinden an. Bei einem präzise gestochenen Septum Piercing durch einen erfahrenen Piercer halten sich die Schmerzen tatsächlich in Grenzen. Und das Ergebnis ist ein unangenehmes Ziepen während des Stechens doch allemal wert.

Welche Risiken bestehen beim Septum Piercing?

Keine Nasenscheidewand ist wirklich eben. Dies stellt beim Stechen eine kleine Herausforderung dar, denn das Nasenpiercing selbst soll schließlich am Ende gerade sitzen. Auch das ist ein Grund, warum hier nur ein kompetenter Piercer ans Werk sollte. Denn ein schief sitzendes Septum Piercing trübt die Freude über den neuen Körperschmuck doch erheblich und führt manchmal auch dazu, dass man das Piercing wieder entfernen möchte.

Zu den Risiken eines Septum Piercings gehört auch, dass beim Piercen versehentlich der Knorpel verletzt wird, was zusätzliche Schmerzen verursacht. Außerdem erhöht sich das Risiko einer Infektion oder Knorpelwucherung, wenn es zu einer Verletzung des Knorpels kommt und Du kannst darüber hinaus mit einem verzögerten Heilungsprozess rechnen. Und natürlich besteht immer die Gefahr, dass sich der Stichkanal entzünden kann – beim sauberen Arbeiten und einer entsprechenden Wundversorgung dürfte die Gefahr aber nicht allzu groß sein.

Und hier ist noch etwas, was beachtet werden sollte: Im Alltag ist es wichtig darauf zu achten, dass Du mit Deinem Nasenpiercing nirgendwo hängen bleibst, etwa beim Anziehen. Das kann andernfalls schnell schmerzhaft sein.

Wie lange dauert die Heilung?

Beim Septum Piercing solltest Du etwas Geduld haben, was die Heilung angeht. Im Vergleich zu anderen Piercingarten verheilt das Septum Piercing zwar recht unkompliziert, aber etwas langsamer. Der Heilungsprozess nimmt etwa 2 bis 3 Monate in Anspruch, dann dürfte mit der richtigen Pflege die Wunde vollständig abgeheilt sein. Aber auch dies ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Tipps: So unterstützt Du den Heilungsprozess

Natürlich kannst Du selbst auch einiges dazu beitragen, dass der Heilungsprozess gut und möglichst schnell verläuft und keine Beschwerden auftreten. Vermeide es in den ersten Tagen und Wochen das Piercing unnötig oft zu berühren, erst recht nicht mit bloßen, schmutzigen Händen. Dennoch muss das frisch gestochene Piercing zweimal täglich desinfiziert werden. Am besten nutzt Du dazu ein Wattestäbchen und das Desinfektionsprodukt, das Dir Dein Piercer empfiehlt.

Ein Tipp: Da es auch nicht gut ist, in der Anfangszeit immer wieder die Nase zu putzen, solltest Du Dir das Septum Piercing am besten nicht während der Erkältungssaison im Winter oder, solltest Du unter entsprechenden Allergien leiden, während der Zeit des Pollenflugs stechen lassen. Die ersten drei Monate nach dem Stechen solltest Du weiterhin von Schwimmbad-, Solarium- und Saunabesuchen absehen. Ebenso solltest Du nicht allzu intensiv Sport treiben, um nicht zu stark ins Schwitzen zu kommen. Da die Nase ohnehin schon ein Tummelplatz für Bakterien ist, sollte alles vermieden werden, was die Wundheilung zusätzlich beeinträchtigen könnte.

Kommt es zu eventuellen Verkrustungen der Wunde, kannst Du diese vorsichtig mit etwas Kamillenwasser aufweichen und reinigen. Ein sorgfältiger Piercer wird Dich nicht nur über alle möglichen Risiken aufklären, er wird Dir auch genau sagen, wie Du Dein Piercing während der Heilung pflegen solltest, dir genaue Pflegeanweisungen und eventuell auch schon die passenden Pflegeprodukte mit auf den Weg geben. Wichtig ist: Sollte es dennoch zu Entzündungen, starken Schmerzen und anderen erheblichen Beschwerden kommen, wende dich direkt an Deinen Piercer oder an einen Arzt.

Wie pflege ich mein Septum Piercing?

Ist der eigentliche Heilungsprozess erst einmal abgeschlossen, kannst Du Dich der regulären, regelmäßigen Pflegeroutine Deines Septum Piercings widmen. Nicht nur während der Heilung, auch danach kann es sein, dass es zu etwas unangenehmen Gerüchen kommt. Während dies während des Heilungsprozesses noch hinzunehmen ist, kann danach aber etwas dagegen getan werden.

Gerüche lassen sich vermeiden, indem Du den Schmuck einmal täglich aus dem Septum entfernst und dann entsprechend reinigst. Hierzu kann beispielsweise Priono Piercing Spray verwendet werden. Oder Du lässt Dich individuell von Deinem Piercer beraten, wie sich die Bakterien am besten abtöten lassen, die für den unangenehmen Geruch verantwortlich sind.

Wie viel kostet ein Septum Piercing?

Was die Kosten Deines Septum Piercings angeht, kann es hier zu regionalen Unterschieden kommen und auch bei den einzelnen Studios können die Preise noch einmal etwas variieren. Generell kannst Du aber mit Kosten ca. zwischen 70 bis 90 Euro rechnen. Am besten, Du schaust vorab schon einmal auf den Webseiten der Piercer vorbei, die für Dich in Frage kommen.

Meist findest Du hier schon Preislisten und kannst Dir so bereits einen Überblick über die genauen Preise verschaffen. Im Preis enthalten ist nicht nur das eigentliche Stechen, sondern auch der Erstschmuck. Zusätzliche Kosten können durch den Kauf von Pflegemitteln entstehen, sollten diese nicht bereits ebenfalls inklusive sein.

Häufige Fragen und Antworten:

Einige der FAQs rund um das Thema Septum Piercing wollen wir Dir hier noch kurz und knapp beantworten.

Kann ich ein Septum Piercing selbst stechen?

Hiervon ist in jedem Fall abzuraten. Nicht nur, dass es schwer ist, selbst für die dringend benötigten hygienischen Bedingungen beim Stechen zu sorgen, damit es zu keinen Entzündungen kommt, es dürfte einem Laien auch schwer fallen, das Septum Piercing gerade und präzise zu stechen.

Man selbst hat keinen wirklich guten Blick in die eigene Nase, was es erheblich erschweren würde, die Kanüle entsprechend zu platzieren. Außerdem ist das Risiko zu groß, dass beim Selbstversuch Knorpel verletzt wird. Das Stechen eines Septum Piercings in Eigenregie ist also in jedem Fall keine gute Idee – hier solltest Du nicht an der falschen Stelle sparen.

Lässt sich das Piercing verstecken?

Vielleicht gibt es Situationen, in denen dein Septum Piercing nicht allzu offensichtlich getragen werden sollte. Möchtest Du Dein Piercing verstecken, etwa auf der Arbeit, empfehlen sich die Varianten Hufeisenring und Bananenstecker. Diese Varianten des Piercingschmucks lassen sich nämlich so nach innen drehen, dass sie nicht mehr zu sehen sind.

Das ist sehr unkompliziert, da Du Dein Piercing nicht herausnehmen musst. Eine andere Möglichkeit des Versteckens bietet sich, indem Du einen sogenannten Septum-Retainer einsetzt. Hierbei handelt es sich um einen durchsichtigen Platzhalter. Dieser wird nach oben in die Nasenhöhle geklappt, so dass er kaum wahrgenommen wird. Hierzu muss aber das eigentlich Piercing zunächst entfernt werden.

Wie gefährlich ist ein Septum?

Wichtig sind vor allem zwei Dinge: Wende Dich an einen professionellen Piercer, der unter hygienischen Bedingungen arbeitet und sorgfältig und präzise beim Stechen des Piercings vorgeht, so dass der Knorpel nicht verletzt wird. Und: Achte auf eine entsprechende Wundversorgung, um den Heilungsprozess zu fördern. Wenn Du diese zwei Punkte berücksichtigst, ist das Septum Piercing nicht gefährlicher als jede andere Piercingvariante, bei der Dir eine Wunde zugefügt wird.

Wo wird das Septum gestochen?

Gestochen wird das Septum Piercing durch das untere Ende der Nasenscheidewand. Durchstochen wird dabei aber nicht der Knorpel, sondern das Bindegewebe, welches sich unterhalb des Nasenscheidewandknorpels befindet.

Hanna

Ich bin Hanna. Fashion liebende Styling Queen, innovative Querdenkerin und echtes Kölsches Mädchen. Ich schreibe auf StyleLiebe zu den Themen Hairstyling und Beauty und hoffe euch mit meinen Tipps & Tricks inspirieren zu können.

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